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Der amerikanische Bomber flog, von einem deutschen Jagdflugzeug schwer getroffen, aus Richtung der Stadt Bad Oeynhausen kommend in den Ortsteil Uffeln ein. Augenzeugen berichten, dass die Maschine schon stark trudelnd und in niedriger Höhe angeflogen kam.
Ein 20 mm Sprenggeschoss war unter anderem im Bereich der Pilotenkanzel in das Flugzeug eingeschlagen und hatte den Copiloten Lt Ralph Clapps schwer verletzt. Trotz der schweren Verletzungen versuchten er und der Pilot Lt Sidney Swanson die Maschine so lange wie möglich in der Luft zu halten. Inzwischen hatte sich auch ein Feuer im Bereich des Bombenschachtes ausgebreitet und die Maschine geriet immer stärker ins trudeln. Nachdem der Pilot erkannt hatte, dass die Maschine nicht mehr zu halten war, gab er den Befehl zum Aussteigen. Um den Crewmitgliedern das Aussteigen zu ermöglichen, blieben er und sein Copilot bis zuletzt auf ihren Positionen. Sechs Besatzungsmitglieder sprangen mit den Fallschirmen ab, bevor das Flugzeug auf einer Ackerfläche aufschlug und zerschellte. Der Rest der Crew konnte das Flugzeug nicht mehr rechtzeitig verlassen und wurde beim Aufprall getötet.
Einer der abgesprungenen Flieger landete jedoch unglücklicherweise in dem zugefrorenen Kolk des ehemaligen Kieswerkes Vlotho, brach ins Eis ein und ertrank. Die Trümmer des Flugzeuges waren im großen Umkreis um den Aufschlagort verstreut.
Die fünf gefallenen Besatzungsmitglieder wurden zuerst am 25.02.1944 auf dem Friedhof der Nachbargemeinde Holtrup in den Gräbern mit den Nrn. 923 - 927 in der Parzelle I beigesetzt und nach Kriegsende am 27.05.1945 auf den amerikanischen Soldatenfriedhof - Margraten - in den Niederlanden umgebettet. Der Copilot, Lt Ralph Clapps, wurde später in der Stadt Buffalo im Staat New York endbestattet.
Die abgestürzte B-24 gehörte einem Verband von 235 amerikanischen Bombern an, die Anlagen der Luftfahrtindustrie in Gotha - Messerschmitt Flugzeugwerke - sowie die Stadt Eisenach angegriffen hatten und sich auf dem Rückflug befanden. Startpunkt dieses Einsatzes war der Stützpunkt Tibenham in England.
Die Besatzung
| P | 1st Lt Sidney D. Swanson | KIA | ||
| CP | 2nd Lt Ralph T. Clapps | KIA | ||
| Nav | 2nd Lt Donald F. Zielinski | KIA | ||
| Bomb | 2nd Lt Bruce G. Catorani | POW | ||
| TT/ENG | T/Sgt Arthur J. Tinklepauch | KIA | ||
| RO | T/Sgt Edwin H. Barker | POW | ||
| BTG | S/Sgt Dudley W. Reaves | KIA | ||
| LWG | S/Sgt Robert F. O´Corman | POW | ||
| RWG | S/Sgt Robert A. Graham | POW | ||
| TG | S/Sgt John D. Speakman | POW |
Hintere Reihe von links nach rechts:
J.A. Krauss, 1st Engineer & Top Gunner
Ralph T. Clapps, Copilot
Sidney D. Swanson, Pilot
Al Raffay Jr., Bombardier
Donald F. Zielinski, Navigator
Vordere Reihe von links nach rechts:
Robert F. O`Gorman, Nose Turret Gunner
Edwin H. Barker, Radio Operator
Robert A. Graham, Assit. Engineer & Waist Gunner
John D. Speakman, Tail Gunner
Dudley W. Reaves, Belly Turret Gunner
Zwei Personen sind nicht auf dem Foto abgebildet, da kurz vor dem Start eingewechselt:
Arthur J. Tinklepaugh für J.A. Krauss
Bruce G. Catorani für Al Raffay Jr.
Diese Maschine hatte noch keinen offiziellen Nicknamen, wie sonst bei vielen amerikanischen Flugzeugen üblich. Die Crewmitglieder hatten sich aber zwei Wochen vor dem Absturz auf den Namen "SWANS SON`S" geeinigt, zu Ehren ihres Piloten Sidney Swanson. Die Aufbringung der Beschriftung auf der Maschine erfolgte nicht mehr.
Auszug aus dem amerikanischen Bericht über die Ereignisse des Einsatzes
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"On 24 February the Second Bomb Division went to the Me 110 assembly plant at Gotha. A force of 235 Liberators crossed the Dutch coast. Flak was heavy over Lingen and the Liberators encountered persistent attacks by the Luftwaffe. Even the arrival of three Thunderbolt Groups just after 12:00 hours was unable to prevent five Liberators from the 445th being shot down in the space of six minutes. Over 150 enemy fighters ferociously attacked the formation all the way to the target despite close attention from escorting fighters. The Division beat off incessant attacks as it the flew on over the Dummer Lake where it veered southeastwards to Osnabruck and the bombed-out airfields near Hanover. Three more 445th B-24s were shot down before the formation turned south near Göttingen at 12:53 hours. Nine minutes later a 445th B-24 belonging to the 703 squadron was shot down. |
Anmerkung: Zeitgleicher Abschuß einer weiteren Maschine der 701. Bomberstaffel → 42-64440 über dem Kreis Minden-Lübbecke.